Hydrotherapie

Therapeutisches Schwimmen

Schwimmen ist die beste Möglichkeit des gelenkschonenden Muskelaufbaus. Es leistet einen sehr wichtigen Beitrag zur Prävention bei chronischen Erkrankungen oder zur Rehabilitation nach einer Operation am Bewegungsapparat. Insbesondere ältere Hunde erfahren durch die nahezu schwerelose Bewegung im Wasser eine Mobilisation. Wichtig ist auch die Aktivierung gelähmter Patienten zum Beispiel nach Bandscheibenvorfällen. Im Training von Hunden im Sport- oder Arbeitseinsatz wird es zur Steigerung der Kondition und Kraft eingesetzt.

Beim Schwimmen in einem Therapiebecken bekommen die Hunde in der Regel eine Schwimmweste an. Sie gibt leichten Auftrieb und somit dem Patienten eine bessere Wasserlage und etwas Sicherheit. Außerdem kann der Therapeut, der mit im Wasser ist, den Hund damit steuern.

Gestartet wird mit kleinen Intervallen, zum Beispiel 5 Mal eine Minute mit Pausen. Je nach Alter, allgemeiner Fitness und Häufigkeit der Therapie werden die Intervalle gesteigert. Für manche Hunde eignen sich eher kurze Einheiten in häufiger Wiederholung (ältere Hunde mit Konditionsproblemen), für andere lange Einheiten mit wenigen Wiederholungen (junge Hunde oder Hunde, die in längeren Phasen Ruhe gewinnen).

Die meisten Hunde gewöhnen sich schnell an die fremde Umgebung eines Therapiebeckens. Insbesondere ein ausgeprägter Spieltrieb bricht das Eis sehr schnell, denn für viele Hunde ist das Wasser der einzige Ort, wo sie aufgrund ihrer Krankheit noch mit Bällchen spielen dürfen. Nach zwei bis drei Sitzungen gehen meist auch die Skeptiker freiwillig ins Wasser. Nur wenige Hunde sind und bleiben wasserscheu.

Die Häufigkeit des Trainings variiert von 2-3 Mal in der Woche bis hin zu 14tägigem Schwimmen. Je nachdem ob man einen Zustand verbessern oder „nur“ erhalten will. Viele Besitzer entscheiden sich zu einer dauerhaften Therapie einmal die Woche. Wobei es sehr gut möglich ist, in den Sommermonaten in geeigneten Gewässern in Eigenregie zu arbeiten. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Außen- und Wassertemperatur angemessen ist, dass der Hund zum Intervall-Schwimmen motiviert wird und dass wilde Spielsituationen am Ufer vermieden werden. Denn das verbietet leider meist die Erkrankung des Hundes.

Auf Schwimmen verzichten müssen in der Regel Hunde mit Hauterkrankungen und mit Erkrankungen wie Infektionen, Fieber oder ähnlichem. Besondere Vorsicht gilt bei Hunden mit Herz- und Kreislaufbeschwerden oder Epileptikern. Patienten, die gut medikamentös eingestellt sind, dürfen es versuchen.

Die besten Erfolge erzielt man im Übrigen beim Schwimmen, wenn es mit weiteren Maßnahmen der Physiotherapie kombiniert wird.

Unterwasserlaufband

Die Unterwasserlaufbandtherapie ist eine tolle Sache.
Man nutz den Wasserwiderstand aus und hat gleichzeitig eine gewisse Auftriebskraft für die Gelenke zu verzeichenen. Die Auftriebskraft entlastet die Gelenke, was besonders bei allen Arten mit Gelenkbeschwerden gut ist. Außerdem wird die Muskulatur gegen den Wasserwiderstand gekräftigt.
Am Optimalsten gestaltet sich die Laufbandtherapie durch Intervalltraining.

Ein Unterwasserlaufwandband ist ein kleines Becken, in dem ein Laufband mit Wasser geflutet wird. Der Hund steht im Wasser, was ihm ungefähr bis zur Brust reicht. Sobald das Laufband gestartet wird, wird der Hund motiviert nach vorne zu laufen. Zur Steigerung der Intensität kann die Geschwindigkeit oder der Neigungswinkel des Laufbands erhöht werden. Die meisten Hunde akzeptieren diese Form des Trainings nach kurzer Eingewöhnung.

Ähnlich wie beim Schwimmtraining wird die Muskulatur des Hundes schonend und ohne Gelenkbelastung aufgebaut. Die Gelenke werden vermehrt mit Gelenkflüssigkeit versorgt. Durch den Rhythmus des Bandes wird der Hund angeregt, taktmäßig zu laufen und mit großen Bewegungen gegen den Wasserwiderstand anzutreten. Die Gelenkbeweglichkeit wird verbessert, Kondition und Muskulatur aufgebaut. Die Einsatzgebiete decken sich mit denen des Schwimmtrainings.

Unterwassermassage

Die Unterwassermassage ist eine klassische Behandlungsmethode aus dem menschlichen Bereich und hat seit langem Einzug in die Veterinärmedizin gefunden.

Mit wohltemperiertem Wasser wird eine Druckstrahlmassage durchgeführt. Insbesondere schmerzhafte Stellen werden eingehend behandelt. Das warme Wasser hat einen entspannenden Effekt auf Muskulatur und Gelenke.

Die Hunde fühlen sich nach der Behandlung sehr wohl!